Omikron: Sachsen macht sich locker

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Sachsen (Omikron) macht sich locker – Manuela Hiller Make Up Dresden

Neue Schutzverordnung

Omikron-Welle erledigt, oder „kommt da noch was“?

Ab dem 04. März tritt in Sachsen die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft.

In dieser werden viele weitere Lockerungen vorgenommen. So gilt künftig für ‚Körpernahe Dienstleistungen‘ das 3G-Modell (Geimpft/Genesen/Getestet). Nun ist es allerdings so, dass die Schnelltests von 10 Infektionen nur ca. eine Omikron-Infektion überhaupt erkennen!

Neue Studie ist ernüchternd

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) haben die Leistungsfähigkeit von neun handelsüblichen Antigen-Schnelltests für die Erkennung einer Infektion mit der Omikron- oder der Delta-Variante untersucht. Bereits die vorherige Studie vom Paul-Ehrlich-Institut zeigte, dass acht von zehn geprüften Tests eine Omikron-Infektion deutlich schlechter als eine Delta-Infektion nachwiesen. Die Studie ist im Fachmagazin „Medical Microbiology and Immunology“ veröffentlicht worden.

Vor diesem Hintergrund warnt der Münchner Virologe Oliver Keppler (LMU) deutlich:

„Man darf niemals ein negatives Ergebnis als Freifahrtschein nehmen!“

So sind besonders in der Omikron-Welle weitere Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandhalten und das Tragen von Masken wichtig, »um andere und sich zu schützen«. Doch genau das ist in meinem Business nicht umsetzbar. Da meine Kunden beim Make-Up eben keine Maske tragen können, lauert hier die Gefahr! Zwar trage ich selbst eine FFP2-Maske, aber die Schutzkette wird dadurch ‚löchrig‘.

Zu viele Schnelltests, zu wenig Zertifizierung

Aktuell sind ca. 580 verschiedene Schnelltests am Markt – alle werden von den Herstellern selbst zugelassen. Dies will das Bundesgesundheitsministerium ohnehin ändern! Künftig soll die Zulassung vom PEI (Paul-Ehrlich-Institut) erfolgen – das dürfte den Markt dann erheblich ‚konsolidieren‘. Zur Information: Aktuell haben bei einer mittleren Virenlast mit Omikron (CT zwischen 25-30) nur ca. null bis acht Prozent der Tests angeschlagen. Andersrum bedeutet dies, dass somit bis zu 92% der Infektionen eben nicht erkannt werden.

Omikron die Tür vor der Nase zuhalten

Aus diesem Grund –auch mit Blick auf die B.2-Variante– habe ich mich entschlossen, weiterhin das 2G-Model beizubehalten! Bevor die Pandemie nicht gesichert in den endemischen Zustand übergeht (was u. A. eine ausreichende Impfquote voraussetzt), ist eine Schnellteststrategie in der ‚Omikron-Vorherrschaft‘ schlicht nicht zielführend birgt eine trügerische Sicherheit. Ich selbst habe mich bereits im Dezember 2021 boostern lassen – das ist einfach selbstverständlich und Grundvoraussetzung für mein Unternehmen – von meiner persönlichen Einstellung mal ganz abgesehen.

Der gesundheitliche Schutz meiner Kunden (und somit auch Deiner) ist für mich oberstes Gebot! Und solange die Virenvarianten unentdeckt bleiben können und eben weiterhin (insbesondere) bei ungeimpften Personen verheerende Ausmaße annehmen können, ist ein 3G-Modell für mich keine Option.

Ich bitte daher um Verständnis und hoffe, ihr könnt diese Entscheidung nachvollziehen.

Impfquote müsste doch ‚eigentlich‘ eh steigen …

Und davon ganz abgesehen, dürfte es in naher Zukunft eh nicht mehr viele ‚Testpflichtige‘ geben. Denn der lang ersehnte »Totimpfstoff« Novavax wird nun aktuell auch in Sachsen verimpft – und genau dieser Impfstoff wurde bislang von den bisher ungeimpften Personen erwartet.

Übrigens: In Sachsen steht »Novavax« für alle Personen ab 18 Jahre ohne Termin und ohne Priorisierung zur Verfügung!

Titelbild: analogicus 

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